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Dr. med. Michael Bremme
Dr. med. Denise Rüther
                                  angestellte Ärztin
Fachärzte für Gynäkologie und Geburtshilfe

 

Schwangerenvorsorge                                                                         

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Hier möchten wir Sie über die Vorsorgeuntersuchung zur Erkennung und mögliche Behandlungsmethoden von Diabetes in der Schwangerschaft informieren.


Seit März 2012 ist die Untersuchung auf Schwangerschafts-diabetes Bestandteil der Mutterschaftsrichtlinien und wird von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt.

Vor allem eine Gefahr für das Kind

Bei jeder 10. - 20. schwangeren Frau steigt der Blutzucker in den letzten 4 Monaten der Schwangerschaft leicht an. Werden bestimmte Grenzwerte überschritten, so spricht man von Schwangerschafts-Diabetes mellitus.

 

Bedeutend ist diese Stoffwechselstörung für die Entwicklung des Kindes. Erhöhte Blutzuckerwerte können die Organreifung verlangsamen und öfter zu kindlichen Geburtsproblemen (wie Unterzuckerung oder Atemnot) führen. Die Schwangeren spüren von einem leicht erhöhten Blutzucker gar nichts und sind auch nahezu nie unmittelbar bedroht, in Ihrem späteren Leben laufen sie allerdings vermehrt Gefahr, zuckerkrank zu werden.

 

Eine Untersuchung auf Schangerschafts-Diabetes hilft deshalb, Risiken für das Kind und auch die Mutter zu reduzieren. Eine solche Untersuchung wird von Wissenschaftlern bereits seit 1992 gefordert und wurde im März 2012 in die Mutterschaftsrichtlinien aufgenommen.

 

Die Untersuchung

Es gibt zwei verschiedene Testverfahren, wobei jeweils eine etwas bitter schmeckende, standardisierte Zuckerlösung zu trinken ist. Zur Blutzuckerbestimmung erfolgen 1 oder 3 Blutentnahmen. Während der Testdauer von ein bis zwei Stunden sollten Sie unsere Praxis nicht verlassen, um durch körperliche Aktivität die Werte nicht zu verfälschen. Liegen alle Werte vor, so werden wir das Ergebnis mit Ihnen besprechen.

 

Die Behandlung

Frauen mit einem gesicherten Schwangerschafts-Diabetes benötigen eine gemeinsame Betreuung durch ihren Frauenarzt und einen Diabetologen in einer Schwerpunktpraxis. Bei normalem Verlauf kann die Betreuung ambulant erfolgen.

 

In der Diabetes-Schwerpunkteinrichtung erhalten Sie eine spezielle Beratung zur Diabetes-Kost für Schwangere und Informationen zur Blutzucker-Selbstkontrolle. Die meisten Frauen sind allein mit dieser Behandlung gut versorgt.

 

Nur etwa jede 5. Frau mit Schwangerschafts-Diabetes muss vorübergehend - bis zur Geburt des Kindes - mit Insulin behandelt werden. Diese Behandlung kann ebenfalls ambulant durchgeführt werden.